Lastverteilung
Klicken Sie im linken Navigationsbereich der
Verwaltungskonsole von 2X ApplicationServer & LoadBalancer auf
Lastverteilung, um 2X LoadBalancer
zu konfigurieren. Diese Option steht nur in der
Enterprise Edition zur Verfügung.
Lastverteilung
Auf dieser Seite können Sie das Verfahren zur
Lastverteilung festlegen. Zur Lastverteilung bei eingehenden Verbindungen stehen
über 2X LoadBalancer zwei Verfahren zur Verfügung.
Screenshot 61 – Eigenschaften der
Lastverteilung
Rundlauf-Verfahren
(„Round Robin“): Bei diesem Verfahren leitet
2X LoadBalancer eine eingehende Verbindung der Reihe nach an den
nächstverfügbaren Terminalserver weiter, ohne dabei dessen Auslastung
zu berücksichtigen.
Auf Ressourcen
basierende Lastverteilung: Bei diesem Verfahren überprüft
2X LoadBalancer vor dem Verbindungsaufbau die Auslastung der Server in der
Server-Farm und wählt unter Berücksichtigung der ausgewählten
Leistungsindikatoren die Maschine mit der aktuell optimalen
Ressourcenverfügbarkeit aus. Bei der Auswahl können drei
Leistungsindikatoren berücksichtigt werden:
Sitzungen:
Die Verbindung wird an den Server mit der geringsten Anzahl an verwalteten
Sitzungen weitergeleitet.
Speicherauslastung:
Die Verbindung wird an den Server mit der geringsten Arbeitsspeicher-Auslastung
weitergeleitet.
CPU-Auslastung:
Die Verbindung wird an den Server mit der geringsten Prozessorauslastung
weitergeleitet.
Soll die Lastverteilung unter Berücksichtigung
mehrerer Leistungsindikatoren durchgeführt werden, erfolgt die
Sitzungsweiterleitung an den Server mit dem besten Gesamtergebnis aller
Auslastungsdaten.
Es wird empfohlen, alle drei Leistungsindikatoren
auszuwählen, es sei denn, ein einzelner Indikator soll bei der
Server-Auswahl vorrangig berücksichtigt werden.
HINWEIS: Der 2X
Terminal Server Agent muss auf allen Microsoft-Terminalservern und
Citrix-Servern installiert sein, damit diese Teil einer durch Lastverteilung
unterstützten Server-Farm werden.
Wählen Sie die Option
Verbindung mit getrennten Sessions
wiederherstellen, wenn der 2X Publishing Agent nach der Trennung einer
Sitzung diese für die vorherige Benutzerverbindung wiederherstellen
soll.
Wählen Sie die Option
Benutzer nur eine aktive Session pro Desktop
aufbauen lassen, damit je Anwender nur eine aktive Sitzung erlaubt ist.
Startet ein Anwender mit einer aktiven Sitzung eine Neuverbindung mit dem
Terminalserver, erfolgt diese mit der bereits laufenden Sitzung.
HINWEIS: Vor
Aktivierung der Sitzungsbeschränkung muss auf allen Terminalservern
über die
Terminaldienstekonfiguration per Knoten
Verbindungen die Option
Nur eine Sitzung pro Benutzer zulassen
ausgewählt worden sein.
Erweiterte
Einstellungen
Über Erweiterte
Einstellungen können Sie die Standard-Timeouts für
Terminalserver-Agenten ändern. Diese Einstellungen sollten mit den
Standardvorgaben gängiger Installationsszenarien konfiguriert werden.
Terminal Server Agent für inaktiv erklären
Mit dieser Option legen Sie den Zeitraum fest, wie lange
der 2X Publishing Agent auf eine Antwort von einem 2X Terminal Server Agent
warten soll, bevor dieser für inaktiv erklärt wird.
Terminal Server Agent Aktualisierungsintervall
Mit dieser Option legen Sie die Zeitabstände fest,
in denen der 2X Publishing Agent die Verbindung mit einem 2X Terminal Server
Agent überprüfen soll.
CPU Load Balancer aktivieren
Der CPU Load Balancer übernimmt eine wichtige
Aufgabe für den 2X Terminal Server Agent. Bei Aktivierung regelt er
Prozesse, die die CPU am meisten belasten. Dem 2X Terminal Server Agent
(2XAgent.exe) wird dabei eine hohe Priorität zugewiesen. Überschreitet
die Last der Terminalserver-CPU einen Wert von 95 Prozent, wird dem
CPU-intensivsten Prozess eine niedrigere Priorität zugewiesen. So
können andere Sitzungen und Anwendungen ohne Beeinträchtigung
weiterlaufen.
Screenshot 62 – Erweiterte Lastverteilung
Regeln
Über den Reiter
Regeln lassen sich Filter einrichten,
sodass native RDP- und ICA-Verbindungen an einen oder mehrere festgelegte
Terminalserver umgeleitet werden. Mit diesen Regeln zur Lastverteilung
können Sie einen einzelnen Terminalserver oder eine Gruppe einer bestimmten
IP-Adresse des 2X Client Gateway zuweisen. Bei über diese IP-Adresse
aufgebauten Verbindungen erfolgt die Lastverteilung somit an den/die
ausgewählten Terminalserver.
HINWEIS: Regeln
zur Lastverteilung stehen nur für Sitzungen mit nicht veröffentlichten
Desktops zur Verfügung.
Screenshot
63 – Erweiterte Lastverteilung
Standardregel
Die vordefinierte Regel
<Standard> ist als zuletzt
anzuwendende Regel festgelegt, mit der alle nicht konfigurierten
Gateway-IP-Adressen ebenfalls verarbeitet werden. Sie ist
standardmäßig so eingerichtet, dass die Lastverteilung unter allen
Servern in der Server-Farm erfolgt. Die Einstellungen der Standardregel lassen
sich per Klick auf Eigenschaften
ändern.
Hinzufügen einer neuen
Regel
Klicken Sie auf
Hinzufügen, um eine neue Regel
für die native RDP- und ICA-Lastverteilung hinzuzufügen. Wählen
Sie zuerst die IP-Adresse des Gateways aus, für den die Regel erstellt
werden soll. Geben Sie an, ob die Regel für
Alle Server in der Server-Farm,
Server-Gruppen,
Einzelne Server oder
Keinen Server gelten soll.
Eigenschaften einer
Regel
Alle Server in der Server-Farm
Bei Auswahl der Option
Alle Server in der Server-Farm erfolgt
für alle Verbindungen, die über die angegebene Gateway-IP gestartet
werden, die Lastverteilung unter sämtlichen Servern in der Server-Farm.
Beachten Sie, dass bereits mit der Standardregel für native RDP- und
ICA-Sitzungen eine Lastverteilung unter allen Servern in der Server-Farm
erfolgt.
Server-Gruppen
Bei Auswahl der Option
Server-Gruppen erfolgt für alle
Verbindungen, die über die angegebene Gateway-IP gestartet werden, die
Lastverteilung unter den ausgewählten Server-Gruppen. Es lassen sich eine
oder mehrere Gruppen mit Terminalservern auswählen, die über die Seite
Terminalserver konfiguriert werden
können.
Screenshot
64 – Regel für native RDP- und ICA-Lastverteilung - Lastverteilung
unter Server-Gruppen
Einzelne Server
Bei Auswahl der Option
Einzelne Server erfolgt für alle
Verbindungen, die über die angegebene Gateway-IP gestartet werden, die
Lastverteilung unter den ausgewählten Einzel-Servern.
Dabei ist es auch möglich, die Gateway-IP nur einem
Server zuzuweisen.
Keiner
Bei Auswahl der Option
Keiner werden alle Verbindungen, die
über die angegebene Gateway-IP gestartet werden, blockiert. Aus
Sicherheitsgründen ist es jedoch nützlich, Verbindungen von einem
festgelegten Interface zuzulassen.
Bei Auswahl von
Keiner werden über die Gateway-IP
gestartete Verbindungen somit an keinen Terminalserver zur Lastverteilung
weitergeleitet.
Screenshot
65 – Regel zur nativen RDP- und ICA-Lastverteilung – Deaktivierung
einer Client-Gateway-IP
Haben Sie alle Einstellungen festgelegt, klicken Sie zum
Speichern der Regel auf OK.
Um ein Einstellungen einer Regel zu ändern,
wählen Sie diese aus, und klicken Sie auf
Eigenschaften.
Um eine Regel zu löschen, wählen Sie diese aus,
und klicken Sie auf Löschen.
Screenshot 66 – Regeln zur Lastverteilung
HINWEIS: Pro Gateway-IP
lässt sich nur eine Regel erstellen.